Zora

geworfen am 5. Oktober 2008

Hündin rot, genannt die Rote Zora

November 2008: Und nun habe ich doch noch mal einen kleinen Welpen zu mir genommen, diesmal aber eine ziemlich helle Retrieverhündin, die mich nicht dazu verführen soll, dass ich sie mit dem geliebten Muck vergleiche. Ihr Name  ist

Red Zora vom Kanarienhof

natürlich mit DRC- und VDH- Papieren.

 

Zora stammt aus dem R-Wurf des schönen Zwingers der Familie Schäfer in  Medenbach, das  liegt in der Nähe von Herborn, schon beinahe im Westerwald. Der Zwinger heißt "Opens external link in new windowvom Kanarienhof". Kurz ehe ich Zora bekam, hat der Züchter noch ein Bild von der wilden Hummel gemacht.

Und hier ist Zoras Stammbaum:

Und hier sind die ersten Fotos von der Kleinen zuhause:

Neuschnee - da setzt ich mich lieber erst mal hin
Ute lässt mich schon Intelligenz-Spiele machen, und das mit 11 Wochen!
Den Igel hat Muck immer gehasst, weil er zu viel Krach machte. Ich finde ihn einfach großartig!
Als Weihnachtsfrau werde ich auch schon missbraucht.
Langsam werde ich groß

Zora schreibt:

Inzwischen bin ich schon bald 8 Monate alt. Ich bin schon richtig groß und wiege ungefähr 28 Kilo. Ich bin nach wie vor sehr wild, wenn ich draußen bin, aber im Haus ruhig und ausgeglichen. Ich kann schon gut alleine bleiben, und auch andere Leute besuchen. Über Ostern war ich bei meinen Züchtern und meiner Familie, ganze zwei Wochen lang. Das war schön!

Ute und ich üben recht fleißig allerllei verschiedene Sachen. Am liebsten apportiere ich. Gestern waren wir mit unserer Trainingsgruppe an einem See, da durfte ich mein Dummy sogar aus dem Wasser holen, ziemlich vorne natürlich noch, denn so richtig tief traue ich mich noch nicht hinein. Da gab es aber Emma, die das schon kann - und deshalb habe ich einfach deren Dummy geklaut - sie liess es sich immer willig abnehmen. Ute sagt, ich heiße ja nicht umsonst die "Wilde Zora"!

Apropos wild: An der Leine gehe ich schon recht gut - aber nicht, wenn andere Hunde dabei sind! Das ist ein Kreuz, sagt Ute, denn da kann ich mich nicht beherrschen und ziehe wie eine Verrückte. Das müssen wir unbedingt noch ändern, findet Ute. Naja, vielleicht lerne ich das noch in unserem Kurs. Schaun wir mal.

Und dann muss ich mir noch abgewöhnen, wenn Utes Freundin Barbara kommt, vor Freude in die Stube zu pinkeln. Nun will Barbara mal 10 Mal hintereinander kommen, und morgen 5 Mal und so, vielleicht kriegen wir das dann endlich weg. Bei anderen Leuten passiert mir das nicht mehr, aber Barbara ist so nett und hat ihren Hund Michel, der mir auch gut gefällt, da muss man ja einfach schwach werden...

 

Zora schreibt am 20.12.2009 

Hallo,

ich habe ja lange nichts geschrieben. Inzwischen bin ich schon fast 15 Monate alt und eine wunderhübsche, leicht cremefarbige Hündin geworden. Ich bin sehr lebhaft und rase durch Wald und Flur, dass es Ute Hören und Sehen vergeht. Dabei soll ich das eigentlich nicht, denn leider habe ich ziemlich schlechte Hüft- und Ellenbogengelenke, wie sich beim routinemäßigen Röntgen heraus gestellt hat. Aber schonen möchte ich mich wirklich nicht, schließlich muss ich meinem Spitznamen „Wilde Zora“ ja gerecht werden. Selbst wenn Ute über meine Raserei nicht so glücklich ist, sagt sie doch „besser ein vergnügtes kürzeres Leben als eine depressive Hündin“ – und festhalten kann sie mich ja sowieso nicht, dazu bin ich viel zu schnell und zu lebhaft. 

Ich selbst merke gar nichts, und wenn man mich nicht geröntgt hätte, hätte ich sicher weiter ein unbeschwertes Leben führen können. Grünlippmuschelextrakt-Kapseln muss ich jetzt fressen, und jeden Tag kriege ich etwas Gelatine – ob das hilft? 

Welpen darf ich natürlich auch nicht bekommen, aber ein Gutes hat die Sache schon: Ich muss Ute nicht für längere Zeit verlassen und bei meinen Züchtern wohnen, obwohl ich die sehr gerne habe. Die sind auch ganz traurig, denn sie hatten sich doch solche Mühe gegeben mit Mama und Papa. Irgendein entfernter Urahn muss da durchgekommen sein, so ein Mist! 

Na, zur Zeit finde ich das Leben wundervoll: Heute morgen waren es bei uns 20 Grad minus und es liegt ziemlich viel Schnee – das ist wirklich zum rasant durch die Wiesen jagen. 

In diesem Sinne frohe Tage, Zora

 

 

2010

Unser Jahr fing eher schwierig an. Beim Spaziergang am 1. Januar hatte Zora einen ziemlich schweren Unfall. Sie ist wieder einmal wie eine Wilde durch den Wald und den Schnee gerast und hat sich beim Überspringen eines umgefallenen "Kyrill"-Baumes offenbar an einem abgebrochenen Ast das Fell an Bauch und linken Bein bis unter das Knie aufgefetzt - eine Wunde von etwa 20 cm! Es sah aus wie bei einem geschlachteten Kaninchen Smiley.

Natürlich musste die Wunde genäht werden, was mehr als 1 1/2 Stunden Sisyphus-Arbeit bedeutete, und anschließend war für Wochen Stillsitzen angesagt. Das fiel meiner kleinen Wilden sehr schwer - am Anfang wegen der Schmerzen beim Hinsetzen (sie konnte ohne Schmerzen nicht pieseln und sich nicht entleeren, weil das Knie und die Leiste so spannten), nach etwa zwei Wochen hatte sie nur noch weniger Schmerzen und dafür wieder Pfeffer im ...

Inzwischen ist alles vergessen, sie lässt sich auch wieder den Bauch kraulen. Nur das Fell ist am inneren Bein und in der Leiste etwas lückenhaft; das wird wohl auch so bleiben, aber man sieht es kaum.

Gelernt hat sie nicht allzu viel durch den Unfall: Sie rast nach wie vor durch die Welt. Nur an der Unfallstelle im Wald ist sie ETWAS langsamer Smiley.

Am 24.4. hat Zora mit Bravour den Wesenstest bestanden (--> Prüfungen)